DEN-Vorstand Hermann Dannecker traf FDP-Fraktionsvize Michael Theurer MdB
Es war ein erstes Zusammentreffen, aber es soll nicht der letzte Kontakt und Gedankenaustausch zwischen dem Deutschen Energieberater-Netzwerk DEN e.V. und der FDP bleiben. In Horb trafen sich jetzt der DEN-Vorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, Michael Theurer MdB, zu einem Gespräch über Energie- und Klimapolitik. Dabei befürworteten beide den Einsatz neuer und innovativer Technologien für mehr Energieeffizienz und damit Klimaschutz.
„Das DEN bringt sich als Netzwerk von Praktikern gerne ein und begrüßt den Dialog mit den im Bundestag und in den Landesparlamenten vertretenen politischen Parteien“, sagte Dannecker nach dem Treffen. Er habe dem liberalen Politiker zunächst einmal das Deutsche Energieberater-Netzwerk als Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Technikern und Architekten vorgestellt. Entscheidend bei Mitgliedern des DEN seien die Qualität der Energieberatung, die Neutralität und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Berater, so der Ingenieur.
Diese drei Aspekte sollten auch in einem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) berücksichtigt werden, betonte Dannecker. In ihm will der Bund das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenführen. Um die wirtschaftliche Neutralität der Energieberater zu gewährleisten, sprach sich Dannecker gegen die Öffnung der Beraterliste aus; man dürfe durchaus bezweifeln, ob bei Energieversorgern angestellte Energieberater den Kunden in der gebotenen Unabhängigkeit begegnen könnten. Energieausweise sollten darüber hinaus mehr rechtliche Bindung bekommen, so der Ingenieur.
Michael Theurer nahm diese Einwände und Anregungen zur Kenntnis. Er sprach sich dafür aus, das DEN in den zuständigen Gremien noch mehr als bisher zu konsultieren und einzubeziehen. Er wolle daher bald den Kontakt zwischen dem Netzwerk und dem energiepolitischen Sprecher der FDP-Fraktion herstellen.
Theurer und Dannecker befürworteten grundsätzlich eine möglichst große Technologieoffenheit bei der Umsetzung der Energiewende. Innovationen und neue Technologien könnten so im Rahmen einer modernen Klimapolitik eine noch wichtigere Rolle bekommen. Die Förderung der öffentlichen Hand solle sich jedoch Forschung und Entwicklung sowie die Bereitstellung von Infrastruktur fokussieren, statt marktreife Produkte zu subventionieren. Den Förderdschungel in Deutschland gelte es zu lichten und die Angebote einfach und übersichtlich zu gestalten.