DEN: „China und die USA treten Klimapakt bei und setzen richtige Zeichen“
Die internationale Klimapolitik muss wieder neuen Schub bekommen und verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken. Dafür plädiert das Deutsche Energieberater-Netzwerks DEN e.V. nach der Unterzeichnung der Pariser Klimaverträge durch China und die USA im Vorfeld des G-20-Treffens. „Beide Länder gehören zu den größten Emittenten an Treibhausgasen und somit zu den größten Klimasündern. Dass sie beide nun das im vergangenen Dezember in der französischen Hauptstadt verhandelte Klimaabkommen akzeptieren, ist ein Signal an die Welt und lässt hoffen“, sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker.
Selbst Papst Franziskus habe in seiner jüngsten Botschaft zum Weltgebetstag auf die existenzielle Bedeutung des Umweltschutzes für die Menschheit hingewiesen und dringend zu mehr Verantwortung gemahnt. Dannecker: „Diesen Appell sollten wir ernst nehmen. Wenn selbst der Papst so eindringlich zu konkretem Handeln aufruft wie etwa zur Mülltrennung und zum Energiesparen, dann richtet er seine Botschaft nicht nur an Katholiken, sondern an alle Menschen.“
Der Ingenieur wünscht sich vor diesem Hintergrund wieder eine intensivere klimapolitische Diskussion, auch in der deutschen Öffentlichkeit: „Der Deutsche Bundestag will das Pariser Abkommen im kommenden November ratifizieren, rechtzeitig vor der nächsten UN-Klimakonferenz in Marrakesch. Dies wäre eine gute Gelegenheit, die klimapolitischen Dimensionen der Energiewende und der aktuellen Energieeffizienzmaßnahmen wieder mehr in den Blick der Bevölkerung zu rücken. Hier gibt es derzeit ein Defizit, und hier könnten auch Medien hilfreich wirken.“
Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Klimaschutzplan der Bundesregierung, der in Kürze verabschiedet werden soll: „Dieser klimapolitische ‚Fahrplan‘ reicht bis ins Jahr 2050 und ist recht umstritten. Vielen Umweltorganisationen geht er nicht weit genug; sie vermissen konkrete Etappenziele. Aber diese Kontroverse muss man führen. Es ist gut, wenn wieder mehr über Klimapolitik gestritten wird. Dann rückt sie wieder ins Bewusstsein!“
Dannecker erinnert an aktuelle Initiativen und Aktionen, welche über moderne Maßnahmen zu mehr Energieeffizienz und über zahlreiche Fördermöglichkeiten informieren: „Die Kampagne ‚Deutschland macht’s effizient‘ des Bundeswirtschaftsministeriums ist sehr lobenswert, ebenso die von Firmen und Verbänden ins Leben gerufene Initiative ‚Fördermittel nutzen!‘. Sie alle haben einen besseren und verantwortungsbewussten Umgang mit Energie zum Ziel, der letztlich zu mehr Klimaschutz führen soll.“